Latest posts

German

Der neue Untergang Roms – Europa vor der Demografiekrise

Generationen von Schulkindern haben gelernt, dass die europäische Geschichte mit Athen und Rom beginnt. In Zukunft wird ihnen ebenfalls beigebracht werden, dass an diesen Orten auch das Ende Europas seinen Anfang nahm. Denn Europa steht nicht nur vor der Schuldenkrise, sondern auch vor der Demografie-Krise. [...]

Australien lacht über Europa

Immer noch hält sich der Kontinent für großartig und gewichtig in der Welt. Australien hat andere Vorbilder: Das Land ist fast schuldenfrei, modern und vorbildlich in seiner Integrationspolitik. [...]

Prophet der Pleite

Auch wenn die Krise aus Helden oft ganz gewöhnliche Sterbliche gemacht hat, so hat sie doch gelegentlich auch genau umgekehrt gewirkt. Leute, die vormals als Spinner galten, werden plötzlich als Gurus gehandelt. Ein Paradebeispiel dafür ist Nouriel Roubini,Wirtschaftsprofessor an der Universität von New York. Roubini ist nicht nur zu einem der Gesichter der Krise geworden, sondern er gilt heute fast schon als ihr Prophet. [...]

Im Zweifel für die Freiheit

Was sich vielleicht zunächst nach einer naheliegenden Erweiterung der Idee des freiheitlichen Rechtsstaats anhört, entpuppt sich jedoch bei genauerer Betrachtung als Perversion desselben. Die Idee der Rechte zukünftiger Generationen oder einer nicht näher bestimmten Natur ist nämlich in Wahrheit inkompatibel mit Freiheit und Privatautonomie. Damit lässt sie sich auch nicht mit dem Gedanken der Menschenwürde verbinden. Ganz davon abgesehen spricht aus ihr ein tiefes Misstrauen gegenüber der Möglichkeit von Fortschritt durch Veränderung. [...]

Mit Vollgas in die Krise

Europas Industriepolitiker könnten auf einer Zeitreise nach Australien besichtigen, welchen Effekt eine Dauersubventionierung der Autoindustrie auf deren Wettbewerbsfähigkeit hat. Nach Jahrzehnten, in denen sie Autos aus der automobilen Steinzeit produziert haben, gibt es wohl zumindest für GM Holden kein Zurück in die Zukunft. Nur wer sagt es dem Premierminister? [...]

Spurensuche in der Asche

Die schweren Buschbrände, die letzte Woche im australischen Bundesstaat Victoria wüteten, haben nicht nur 181 Menschenleben gekostet, 1800 Häuser zerstört und 7500 Menschen zu Obdachlosen gemacht. Sie haben auch bei nicht unmittelbar betroffenen Australiern große Verunsicherung ausgelöst. Während die letzten Brände immer noch nicht gelöscht sind, beginnt die Aufarbeitung einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte des Fünften Kontinents. [...]

Der Medianwähler und das Ende der Reformpolitik

Wahlen werden in der Mitte gewonnen, heißt es häufig. Mindestens ebenso oft hört man die Klage, dass sich zumindest die großen Parteien immer ähnlicher geworden seien. Dass das eine mit dem anderen etwas zu tun haben könnte, liegt auf der Hand. Doch es war der Wirtschaftswissenschaft vorbehalten, für diesen intuitiv zu verstehenden Zusammenhang ein Modell geschaffen zu haben: das Medianwählertheorem. [...]

Britisches Postleitzahlen-Lotto, vorbildliches Gelsenkirchen

Das Vereinigte Königreich ist in Wirklichkeit längst kein einiges Land, sondern tief in sich gespalten. Auf der einen Seite gibt es erfolgreiche Orte wie London und Oxford, auf der anderen Seite aber auch Städte wie Hull und Sunderland, die seit Jahrzehnten mit dem Niedergang zu kämpfen haben. Kein angenehmes Thema für Politiker. [...]

Gleiches Recht für alle?

Wenn es um die Rechtsordnung geht, dann war das Vereinigte Königreich niemals einheitlich. Zwar überwiegt der Einfluss des Common Law, jenes seit der normannischen Eroberung entwickelten Rechts. Aber Schottland zum Beispiel hatte schon immer ein an den europäischen Kontinent angelehntes Rechtssystem – von den juristischen Besonderheiten der Kanalinseln ganz zu schweigen. Ein einheitliches Recht für alle gab es damit streng genommen in Großbritannien noch nie. Die Zersplitterung des britischen Rechts dürfte sich fortsetzen, wenn auch diesmal nicht entlang geographischer Grenzen, sondern nach Religionszugehörigkeit. [...]

Mehr Schröder und Rudd, weniger Lafontaine und Dunwoody

Von Karl Marx wussten die Sozialisten, dass sich Geschichte zweimal ereignet: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Heutige Sozialdemokraten können hingegen erleben, wie sich die Geschichte gleich mehrfach und an unterschiedlichen Orten wiederholt. Wie viel davon Tragödie und wie viel Farce ist, steht auf einem anderen Blatt. [...]